Sülldorf in Not
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© Verein zum Erhalt der Kulturlandschaft Rissen-Sülldorf e.V
Die Kulturlandschaft in Rissen und Sülldorf soll überplant werden ! Die Landschaft in der Rissen/ Sülldorfer Feldmark ist geprägt durch die Endmoränen der vorletzten –Kaltzeit. Der sandige Boden ist das Ergebnis dieser Zeit. Mit dem Zurückweichen des Eises und der langsamen Erwärmung entstanden Moore und Wälder, eine vielfältige Pflanzenwelt fand Raum.
Eine Kulturlandschaft ist ein Raum, dessen Gestalt deutlich durch die menschliche Landnutzung geprägt wurde und wird. Kulturlandschaften sind nicht nur ökologisch besonders wertvolle oder „schöne" Landschaften – jedoch Orte, zu dem die Menschen eine innige Beziehung unterhalten. (Quelle: Wikipedia)
Wie aus den dänischen Verkoppelungsakten von 1790 hervorgeht, lebten viele heute noch bekannte Familien (Ramcke, Ladiges, Timmermann, Behrmann) von der Landwirtschaft und haben dazu beigetragen, die Landschaft zu kultivieren. So wurde Torf gestochen, auf den sandigen bis lehmigen Böden Ackerbau betrieben, Schafe, Rinder und Kleinvieh gehalten. Dabei waren die Wiesen sumpfig und das Gras hart.
Ende des 18. Jahrhunderts wurde eine rationellere Bewirtschaftung der Feldmark eingeführt. Das Bild der heutigen Kulturlandschaft wurde geprägt. Aus kleinen Parzellen wurden größere Koppeln, die Bauern pflanzten Knicks an, um sie voneinander zu  trennen. Die Bewirtschaftung wurde in Einklang mit der Natur optimiert und durch die Entwässerung der Weiden über die Wedeler Au das Land wirtschaftsfähiger gemacht. Die Landwirtschaft entwickelte sich positiv. So wurden neben Roggen, Hafer und Weizen,  Rüben, Kartoffeln und Klee angebaut. Das Vieh wuchs prächtig und die Milchleistung verbesserte sich. Durch die wachsende Stadt und fortschreitender Besiedelungen, wich zum Teil die Landwirtschaft. So siedelten landwirtschaftliche Betreibe mit ihren Familien (Ladiges, Behrmann, usw.) in die Feldmark um, um weiter wirtschaften und Traditionen pflegen zu können. Hierdurch, aber auch durch die Nachfrage aus der Bevölkerung veränderte sich das Bild auf den Höfen, Pferdepensionsbetriebe entstanden. In den 80er und 90er Jahren suchten immer mehr Bewohner der Stadt die Landwirte aufsuchten, um ihre Pferde auf den Betrieben unterstellen zu können. Neben den vielen sozialen Aspekten auf den Höfen, wird Jugendarbeit, therapeutisches Reiten und Leistungssport angeboten.
Europ.WasserRahmenRichtLinie Die WRRL sollen einen Ordnungsrahmen für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik schaffen- unabhängig von den Besitzverhältnissen. Sie ist eine Nachhaltigkeitsrichtlinie und soll den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Menschen sowie den geographischen und klimatischen Gegebenheiten Rechnung tragen. Die Auswirkungen von Dürren und Überschwemmungen soll gemindert werden. Dabei darf das Wasser nicht am Abfließen gehindert werden. Es muss bis spätestens 2009 eine Zustandsanalyse mit einem Bewirtschaftungsplan des Gewässers erstellt werden, der alle 6 Jahre zu aktualisieren ist. Danach wird ein Maßnahmenkatalog erstellt und umgesetzt.  (Quelle:Richtlinie2000/60/EG, nieder- sächs. Landesbetr. Wasserwirtschaft)
Die Tiere brauchen gutes Futter, viel Luft und Auslauf. Egal, ob Kuh oder Pferd, ist es wichtig, das einhalten zu können. Dazu gehören optimale Schnittzeiten bei der Futtergrasgewinnung, sowie gepflegte und über die Wedeler Au und Laufgraben entwässerte Weiden, aber auch ein Entwässerungssystem, dass das zulässt. Leider wird seit etlichen Jahren die für uns so wichtige Entwässerung durch die Au wegen mangelnder Pflege der Gräben durch die Stadt, die Einleitung großer Regenwassermengen von 800 bis 900 ha versiegelter städtischer Bebauung und unabgestimmten Naturschutzmaßnahmen im Bereich der Wedeler Au gehemmt.
Altonas Bebauungspläne bedrohen unsere landwirtschaftlichen Traditionsbetriebe Der am Mittwoch, den 01.10.2014 im Altonaer Planungsausschuss vorgestellte Bebauungsplan Sülldorf 18/Rissen 44 ist ein Todesurteil für die hiesige Landwirtschaft. Warum dem so ist, sollen die folgenden Erläuterungen darstellen. Die Landwirtschaft in Sülldorf und Rissen ist mit  Milchvieh-, Gemüsebau-, Getreidebau-, Gartenbau und Pensionspferdebetriebe in dieser Region vielseitig aufgestellt. Egal welche Produktionsrichtung die Betriebe gewählt haben, ein Hof lebt und stirbt mit der Verfügbarkeit seiner Wirtschaftsflächen. Auch wenn es für Außenstehende auf den ersten Blick so erscheinen mag, dass die Betriebe immer weiter wachsen und wirtschaftlich mehr als vital zu sein scheinen,  muss hier deutlich werden, das dem bei weitem nicht so ist. Die Betriebe haben sich über Generationen entwickelt und müssen es auch weiterhin, um existieren zu können.
Was sind Ausgleichsmaßnahmen?                Beim Bau von Straßen, Siedlungen und Ge- werbegebieten kommt es zu Eingriffen in den Naturhaushalt. Zum Ausgleich ordnet die Umwelt-oder Baubehörde an, dass an anderer Stelle ein neues Biotop angelegt wird oder Aufwertungsmaßnahmen in einem bestehenden Biotop vorgenommen werden. Dies wird ortsnah zur Baumaßnahme ge- wünscht, kann aber auch durch Maßnahmen weiter entfernt oder durch Abgaben in Natur- schutzprojekte erfolgen .Es ist unzulässig, die Stufen der Vermeidungs-und Minderungs- pflicht vor Ort und der Ausgleichsmaßnahmen zugunsten von Ersatzmaßnahmen und Ab- gaben zu überspringen. Für die Landwirt- schaft gilt dabei das Recht des täglichen Wirtschaftens (§14).Die Dauerhaftigkeit der Maßnahme muss über mind.25 Jahre gewährleistet sein.                   Bundesnaturschutzgesetz Juli.2009
Bebauungspläne sind im stätischen Gebiet die Normalität, allerdings nicht im landwirtschaftlichen Außengebiet. Bisher gilt im Außengebiet, also für die Landwirte, das Baurecht nach § 35 BauGB. Hier sind in der Regel Flächennutzungspläne vorhanden, weil dort außer der Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe  keinerlei Bebauung zugelassen ist. Der bereits erwähnte Bebauungsplan sieht trotzdem  eine Überplanung eines solchen Außengebietes vor.
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